mehrere Geräte synchronisieren

Das Bearbeiten von Fotos auf mehreren Computern erfordert etwas Einrichtung, da darktable keine dedizierte Funktion hat, um von mehreren Computern aus auf seine Datenbank zuzugreifen.

Das lLokale Kopien Feature ist die vorgesehene Lösung um unterwegs Bilder zu bearbeiten und könnte verwendet werden, wenn die Dateien auf einem NAS oder einem externen Speicher liegen.

🔗Allgemeine Aspekte

Die Nutzung von mehreren Computern wird nicht nativ unterstüzt. darktable geht von einer lokalen Datenbank pro Installation aus und es gibt keine eingebaute Funktion um Daten-Konflikte zu lösen.

  • Stelle sicher, dass du auf allen Geräten die selbe Version benutzt, sonst könnten inkompatible Daten entstehen.
  • Achte darauf, dass die Synchronisierung immer aktuell ist. Arbeite niemals auf mehreren Geräten an den selben Dateien, sonst sind Synchronisations-Konflikte vorprogrammiert.

darktable speichert Bearbeitungen an zwei Orten:

  • XMP-Dateien: bild.raw.xmp; wenn in den Einstellungen aktiviert

  • library.db (sofern nicht --library :memory:-mode benutzt wird)

Einstellungen, Voreinstellungen etc. sind in weiteren Dateien im Konfigurationsordner abgespeichert.

🔗Möglichkeit A: Nur die RAW-Dateien und XMP-Dateien synchronisieren

Der einfachste Ansatz; synchronisiere nur die Bilder und Bearbeitungen ohne die Konfiguration anzutasten. Ermöglicht auch Geräte mit verschiedenen Betriebssystemen zu benutzen.

Einrichtung:

  • Benutze einen Dateisynchronisationsdienst deiner Wahl (z.B. Syncthing oder Dropbox) um die RAW- und XMP-Dateien zwischen deinen Geräten zu synchronisieren.
  • Lasse darktable die XMP-Dateien beim Start einlesen: Setze in den Einstellungen XMP-Dateien erzeugen auf “beim Import” und aktiviere beim Start nach aktualisierten XMP-Dateien suchen.

Beachte:

  • Nur aktualisierte XMP Dateien werden von Darktable eingelesen: Auf einem Gerät neu hinzugefügte RAW-Dateien müssen auf dem anderen manuell importiert werden. Das selbe gilt für gelöschte Dateien.
  • Einstellungen, Voreinstellungen, Stile etc. werden nicht synchronisiert und müssen ggf. manuell übertragen werden.
  • Stelle sicher, dass die Synchronisierung abgeschlossen ist, bevor du darktable öffnest. Es gibt keine eingebaute Funktion um Synchronisierungskonflikte aufzulösen.

Kann mit dem --library :memory: Modus kombiniert werden um die Nutzung einer lokalen library.db zu umgehen; darktable arbeite dann ausschließlich ausgehend von den XMP-Dateien.

🔗Möglichkeit B: Synchronisiere die Dateien und den gesamten Konfigurations-Ordner

Komplizierter einzurichten, fehleranfälliger und beinhaltet ein paar Besonderheiten:

Einrichtung:

  • Benutze einen Dateisynchronisationsdienst deiner Wahl (z.B. Syncthing) um die RAW-Dateien, XMP-Dateien UND den Inhalt des Konfigurationsordners zwischen deinen Geräten zu synchronisieren.

    • Hinweis: Dienste wie Dropbox sind für diesen Ansatz weniger geeignet, weil sie meist nicht anbieten, mehrere verschiedene Ordner aus verschiedenen Pfaden zu synchronisieren.
  • Da die library.db im Konfigurationsordner den absoluten Pfad der RAW-Dateien referenziert, muss der Pfad der Dateien auf allen Geräten exakt gleich sein.

  • Fehleranfälliger als Möglichkeit A, da Synchronisationskonflikte die gesamte Konfiguration kompromittieren können.

Variation: Synchronisiere die Dateien und benutze eine separate library.db (außerhalb des Konfigurationsordners). Bei der Startverknüpfung kann der separate Konfigurationsordner dann angegeben werden.

Achtung:

  • Ermöglicht nicht die Benutzung von Geräten mit verschiedenen Betriebssystemen.
  • Gerätespezifische Einstellungen könnten überschrieben werden, z.B. OpenCL-Einstellungen.
  • Erwäge, das Cache-Verzeichnis ~/.cache/darktable(Thumbnails etc.) von der Synchronisierung auszuschließen, da dessen Synchronisierung keinen Vorteil bringt.
  • Es ist empfehlenswert eine robuste, versionierte Sicherungs-Strategie (inklusive des Konfigurationsordners) zu haben, um zu vermeiden die gesamte Programmeinrichtung zu verlieren.

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